Über mich

 

Ich hatte das große Glück, an einem wunderschönen Sonntag im Mai des Jahres 1960 geboren zu werden. Ich kam im Kreißsaal des Krankenhauses von Freiberg/Sachsen als blonder Wonneproppen auf völlig natürlichem Wege zur Welt.

Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich am Rande des kleinen Städtchens Siebenlehn. Dort gab es noch viel Natur, dafür wenige Zäune, noch weniger Autos und nur ein Fernsehprogramm! Wir hatten damals kein Festnetztelefon und wie alle anderen auch, kein Handy oder gar Computer. Es ist unglaublich, aber ich kann mich an keine einzige Minute erinnern, in der ich Langeweile hatte.

Bereits in diesen frühen Jahren keimte in mir die bis heute noch sehr starke Liebe zur Natur auf und zu jenen Menschen, welche die Natur achten, die versuchen, mit ihr zu leben, und nicht gegen sie.

Eng verbunden damit entwickelten sich auch meine musischen Leidenschaften. Ich kann noch heute über Geschichten lachen, die ich während meiner Pubertät schrieb und damals für sehr traurig hielt.

Das ich es nicht schaffte, meine Interessen in den beruflichen Werdegang einzuflechten, lag nicht nur ganz allein an mir.

Während meiner Lehrzeit lernte ich das erste Mal so richtig die große, weite Welt kennen, jedenfalls für unsere damaligen Verhältnisse. Ja, ich kam nicht nur über die Grenzen meines Heimatkreises, sondern sogar über die des Bezirkes hinaus.

Da mein Charakter nicht gerade karrierefördernd war, stockte die berufliche Entwicklung nach dem Erhalt des Facharbeiterbriefes (Wasserbautechniker) erneut.

Dafür gewährte man mir die unvergessliche Erfahrung der Verteidigung meines Vaterlandes mit der Waffe in der Hand.

Eben dieses Vaterland tauschte ich kurz darauf gegen ein neues, oder besser, mir wurde getauscht. Wer nicht spätestens in jenen Jahren das Interesse an Politik und Gesellschaft erlangte, bekam es nie.

Mit diesen drei Themen, Natur, Kultur und Gesellschaftsinteresse, beschäftige ich mich, seit ich die Zeit meines Lebens abwandere. Der Weg war selten eben, aber ich habe schon als kleiner Junge das Abenteuer hinter dem Wegrand, der Langeweile des Monotonen vorgezogen.

Ich habe natürlich keine Ahnung, wie groß der Rest meiner Lebenskerze noch ist, aber ich weiß, dass ich mir auch weiterhin Mühe geben werde, intensiv zu Leben, nicht im Sinne von verschwenderisch, sondern wie einer, dem bewusst ist, welch einmaliges Glück er hatte, das Leben und diese Erde kennenlernen zu dürfen und meine Dankbarkeit dafür wird so lange anhalten, bis die Flamme keine Nahrung mehr bekommt!