14. November 2015 Thema: "Terror in Paris"

 

Furchtbar, irreal, schrecklich!

Wieder einmal wurde uns auf sehr tragische Weise vor Augen geführt, dass wirtschaftliche oder gar militärische Überlegenheit keine Garanten für Sicherheit sind, schon gar nicht in einer globalisierten Welt. Es ist abscheulich, wenn moralische Gegensätze derart aufeinanderprallen und in solchen Wahnsinnstaten gipfeln.

Vielleicht sollten unsere Verantwortlichen doch noch einmal  in Ruhe darüber nachdenken, ob es wirklich ratsam ist, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun, in mehrerlei Hinsicht, denn es werden immer mehr Menschen, weltweit und in unserem Lande, denen eine tatsächliche Sicherheit für sich, ihre Familie und Freunde, ihre Stadt, ihr Land wichtiger ist, als eine allzu oft nur vorgegaukelte Freiheit, was gewiss nicht im Sinne des Erfinders sein kann.

Es darf doch nicht nur der erhoffte wirtschaftliche Nutzen darüber entscheiden, ob wir es riskieren können, unser Schicksal, unser Leben und unsere Gesundheit in die Hände von Wahnsinnigen zu legen, die mit aller Wahrscheinlichkeit nicht weniger werden, jedenfalls nicht, so lange die trennenden Gegensätze unter den Völkern, Kulturen und gewiss auch den Religionen aufrecht erhalten, gar geschürt werden. Na klar besteht die Gefahr, dass wir bei einer gerechtigkeitsdienlichen Annäherung an Wohlstand einbüßen, aber ich bin mir relativ sicher, dass global genügend Ressourcen vorhanden sind, um allen auf unserer Erde ein erträgliches Leben zu gewährleisten.

Niemand sollte vergessen, dass Unzufriedenheit und Ungerechtigkeit zwar nicht in jedem Falle gleich Bomben und Kalaschnikows sprechen lassen, dass sie aber mit der Zeit krank machen, und zwar die betroffenen Menschen und die Gesellschaft. Das müsste eigentlich jeder schon gemerkt haben, der nicht allzu blauäugig durch unseren Alltag geht.

Ich wünsche, dass keines der Opfer von Paris umsonst war, das wir aufwachen, nachdenken und lernen, jeder auf seine Weise und noch mehr hoffe ich, dass so ein Ausbruch blinden Hasses nie wieder passieren wird, woran ich aber leider, leider meine Zweifel habe.