25. September 2015 Thema: "VW-Skandal"

 

Wieder einmal ganz erschrockene Gesichter in Politik und Gesellschaft! VW, das deutsche Vorzeigeunternehmen, getrickst, gelogen, betrogen?

Ich habe das auch nicht gewusst, aber andererseits, umgehauen hat mich diese Nachricht nicht. Ich habe mich sowieso jedes Jahr aufs Neue gefragt, was dieses Unternehmen für eine (unverschämt) hohe Gewinnspanne auf seine Produkte aufschlagen muss, wenn da jedem Mitarbeiter eine Prämie ausgezahlt werden kann, deren Höhe durchaus dazu geeignet ist, den Sozialneid im Lande anzustacheln. (übrigens nicht nur VW!)

Da feilscht doch der Käufer eines Neuwagen im täglichen Leben um jeden Cent und beim Erwerb eines Autos wirft er das Geld sozusagen stolz zum Fenster hinaus, was noch um so deutlicher wird, wenn man den monatlichen Wertverlust des "heiligen" Gefährts in Betracht zieht.

Ja, und nun konnte sich auch bei VW die Gier nicht länger verstecken, weil sie ganz einfach zu groß geworden ist. Gutgläubigkeit, laxe Kontrollen, Interressenverstrickungen und perfekte Lobbyarbeit haben dem ganzen Betrug einen hervorragenden Nährboden bereitet.

Oh ja, ich weiß, in Deutschland gegen die Autoindustrie zu wettern, ist ein sehr heißes Eisen, aber alleine die Geldsumme, die in den USA als mögliche Konsequenz im Raum steht, übertrifft die Vorstellungskraft eines Normalbürgers um ein Vielfaches, was aber gewiss den Konzern nicht zum Wanken bringen wird und all die anderen Forderungen, die noch folgen, gewiss auch nicht. Das lässt mich wieder einmal deutlich erkennen, dass unsere Welt aus den Angeln ist, aber ich befürchte, dass viele meiner Mitmenschen immer noch keinen Grund sehen, über den Status Quo nachzudenken und diesen als äußerst zukunftsgefährdent einzustufen oder gar einen Kurswechsel zu fordern.

Diejenigen Köpfe, die wegen des VW-Skandales, und jener, die garantiert noch folgen, "rollen" werden, brauchen sich um ihre Zukunft gewiss keine Sorgen machen, denn ihre Verträge sind "vorausahnend" so gestaltet, dass unterm Strich immer ein dickes Plus herauskommt, egal welchen Trümmerhaufen man hinterlassen hat.

Früher war es so, dass ein schwarzes Schaf die Ausnahme in einer Herde bildete, heute kommt es mir so vor, dass die Weißen in der Minderheit sind, doch damit rutsche ich in den Bereich Rassismus und das muss heute nicht sein.

Also, nichts für Ungut, tschüss, PG.